© Robert Marchart

Sektionsreise Armenien

26.09.-07.10.2026 - Transversale im Armenischen Hochland

26.09.2026

1. Tag: Anreise nach Armenien 
Der Großteil der Gruppe fährt gemeinsam mit der S-Bahn zum Flughafen München. Über Istanbul geht es weiter nach Jerewan, wo wir um 1 Uhr nachts Ortszeit landen. Nach einer langen Wartezeit bei der Passkontrolle werden wir zum Hotel Shirak, zentral in Jerewan, gebracht. 

2. Tag: Jerewan und Etschmiadsin 
Eine Fremdenführerin begleitet uns ab 11 Uhr auf einem Stadtrundgang durch Jerewan. Vom Hotel führt der Rundgang über den Kinderpark, den Erinnerungspark „Jerewan 2800 Jahre“ und den Park der 2750 Springbrunnen zum Platz der Republik. Über die Northern Avenue erreichen wir den Freiheitsplatz mit dem Nationalen Opernhaus. Danach besuchen wir den Cafesjian-Skulpturengarten und steigen über die Kaskaden zum Sieges- und Weltkriegsdenkmal hinauf. 
Zum Miterleben: https://www.alpenvereinaktiv.com/s/3GXqcP 
  
Mit dem Bus fahren wir danach zur Gedenkstätte Tsitsernakaberd, die an den Völkermord an den Armeniern erinnert. Im Bereich der Gedenkstätte pflanz jeder Staatsgast der das Land besucht, einen Baum. Anschließend geht es rund 30 km weiter nach Etschmiadsin, dem Sitz des Katholikos und einem bedeutenden religiösen Zentrum des ältesten christlichen Landes der Erde.  

3. Tag: Klöster und Kreuzsteine – Fahrt nach Tatev 
Wir verlassen Jerewan und fahren in die Ararat-Ebene. Beim Kloster Chor Virap genießen wir den Blick auf den biblischen Berg Ararat. 
  
Über Passstraßen und durch Bergdörfer und Weingärten erreichen wir bei Areni das Kloster Noravank. Die rötlichen Fassaden fügen sich in die Felslandschaft; besonders sehenswert sind die Mausoleumskirche, die Gregorkirche sowie zahlreiche Grab- und Kreuzsteine. 
  
Wegen einer neuen militärischen Einrichtung müssen wir die geplante Wanderung ändern. Auf schmalen, teils neu angelegten Pfaden gehen wir am Berghang entlang bis zu einem kleinen Hain. Von dort blicken wir auf die gegenüberliegende Bergkette an der Grenze zu Nachitschewan. Auf ähnlichem Weg kehren wir zurück und überqueren nahe dem tiefsten Punkt einen Bach, wo unser Bus wartet. 
Zum Miterleben: https://www.alpenvereinaktiv.com/s/3GYhkP 
Danach fahren wir nach Tatev und beziehen unser Hotel. 

4. Tag: Trekkingbeginn – von Tatev nach Halidzor 
In der grünen Vorotan-Schlucht beginnt unser Trekking. Vorbei an der Seilbahnstation steigen wir in eine der tiefsten Schluchten Armeniens ab. Durch üppige Vegetation erreichen wir nahe dem Vorotan die Ruinen der Großen Eremitage von Tatev, in denen noch ein Mönch als Eremit lebt. An einer Quelle machen wir Pause und folgen dann dem Fluss unter steilen Felswänden entlang. 
  
Nach einer weiteren Rast bei einer Ruine überqueren wir den Vorotan auf einer wackeligen Hängebrücke. Auf der anderen Seite steigen wir zu den Ruinen des alten Halidzor auf, das vor mehr als 60 Jahren verlassen wurde. Von dort ist es nur noch ein kurzes Stück bis zur Straße, wo unser Bus wartet. 
Zum Miterleben: https://www.alpenvereinaktiv.com/s/3GaJWg 
Zum Abschluss besuchen wir die Teufelsbrücke mit ihrem beeindruckenden Naturpool und das in rund 1.500 m Höhe spektakulär über der Schlucht gelegene Kloster Tatev aus dem 10. Jahrhundert.  
  
5. Tag: Durch die Vorotan-Schlucht bis Harzhis 
Von Tatev steigen wir zunächst über Feldwege durch trockenes Grasland und abgeerntete Felder auf einen bewaldeten Rücken. Ein nur mäßig ansteigender Waldweg führt bis zum Blrakar (1.757 m), dann geht es auf schmalen Pfaden fast 600 Höhenmeter hinunter in die Vorotan-Schlucht. Dort entdecken wir eine uralte Steinbogenbrücke und machen auf der anderen Flussseite Rast. Wenig später erreichen wir die mittelalterliche Kotrats-Karawanserei und die Ruine der Alan-Tagavor-Kirche. 
  
Wir erreichen die Ruinen des um 1945 verlassenen Dorfes Harzhis, besichtigen die St.-Minas-Kirche und den alten Friedhof und steigen zum heutigen Dorf hinauf. Dort holt uns der Bus ab und bringt uns nach Sissian. 
Zum Miterleben: https://www.alpenvereinaktiv.com/s/3GaTGr 
  
6. Tag: Vorotan-Pass – Artavan 
Nach der Auffahrt zum 2.344 m hohen Vorotan-Pass setzen wir die Transversale im Hochland von Sjunik fort. Nahe Ughedzor folgen wir einem Weg, der sich an der Bergflanke zum Pfad verengt. Wir steigen zum Ashora-Pass mit der kaum erkennbaren Ruine von Andraniks Festung auf und anschließend zum Hayeli-See hinab. Vorbei an kleinen Seen und Tümpeln erreichen wir Artavan. 
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7. Tag: Hochland-Trekking von Artavan nach Kapuyt 
Die „Königsetappe“ startet direkt am Guesthouse. Über den Bach am Talboden erreichen wir den Old Bandit Trail nach Gomk. Durch Wald steigen wir zu wechselnden Aussichtspunkten und über einen Sattel in ein grasbewachsenes Hochtal bis auf rund 2.520 m. Auf dem Gyudhadzor führt der schmale Pfad an einer steil abfallenden Flanke zu einem Felsplateau für unsere Rast. Im weiteren Abstieg entdecken wir Bärenspuren und Bärenkot. 
Auf schmalen Pfaden steigen wir hinunter und zweigen zur weithin sichtbaren Felsenbrücke ab. Nach einem Fotostopp geht es über den Arch Trail und vorbei an in Fels gehauenen Kreuzsteinen nach Kapuyt. Dort steigen wir in den Bus und fahren die letzten zwei Kilometer nach Gomk.  
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8. Tag: Gipfel Vayots Sar (2.586 m) 
Von Gomk fahren wir nach Herher und beginnen nahe einem Steinbruch auf etwa 1.950 m den Aufstieg zum Vayots Sar, dem einzigen Vulkankegel der Provinz Vayots Dzor. Über Feldwege erreichen wir den Kraterrand und umrunden ihn im Uhrzeigersinn. Wechselnde Wolken und zunehmender Wind begleiten uns bis zum Gipfel. Nach einer kurzen Rast im Windschatten setzen leichter Graupel und die drohende Gewittergefahr der Gipfeltour ein Ende. Wir steigen rasch weglos durch Grasland ab und erreichen bei ersten Donnerschlägen aber ohne Blitz und Regen wieder den Aufstiegsweg. Unser Bus hatte in der Zwischenzeit eine Reifenpanne; nach wenigen hundert Metern Fußmarsch kommt er uns entgegen.  
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Wir fahren zur 1303 erbauten Zorats-Kirche in Jeghegis, die so gestaltet wurde, dass Soldaten zu Pferd vor einer Schlacht den Segen empfangen konnten.  
  
Auf der Weiterfahrt hält uns zunächst eine Kuhherde auf; nach einer zweiten Reifenpanne bringt uns abenteuerlich ein GAZ-66-Lkw mit Kofferaufbau die letzten fünf Kilometer zum Hotel in Hermon. 
  
9. Tag: Tsaghats Kar und Burg Smbataberd 
Unsere letzte Trekkingetappe beginnt bei Yeghegis und führt zur Klosterruine Tsaghats Kar auf 2.052 m. Wir umrunden die Anlage und besichtigen die beiden erhaltenen Kirchen sowie die Ruinen des einst bedeutenden Klosters.  
  
Oben am Hang entdecken wir einen Raubvogel und sind überrascht, hier auf über 2.000 m einen Weinberg zu sehen. Über eine breite Kiesstraße steigen wir ab und gehen anschließend hinauf zur Festung Smbataberd. Wir erkunden die Burgruinen und genießen den Blick über die Bergwelt.  
  
Auf dem Abstieg legen wir oberhalb von Yeghegis in einem kleinen Café eine Kaffeepause ein, bevor wir zum Ausgangspunkt zurückkehren. 
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Auf der Rückfahrt besuchen wir außerdem einen alten jüdischen Friedhof, den wir über eine interessante Metallbrücke mit ausgespültem Fundament erreichen. 

10. Tag: Selimpass, Sewansee und Jerewan** 
Durch das Vardenisgebirge fahren wir zum 2.410 m hohen Selimpass und besichtigen die derzeit restaurierte Karawanserei, die Prinz Orbelian 1332 errichten ließ. Anschließend geht es hinunter zum Sewansee, der etwa doppelt so groß wie der Bodensee ist und auf 1.890 m Höhe liegt. Am Friedhof von Noratus sehen wir alte Kreuzsteine, große Statuen und Grabsteine mit Darstellungen der Verstorbenen. 
  
Vom Kloster Hayravank auf einer Halbinsel blicken wir über den See zu den schneebedeckten Bergen. 
  
Am Strand von Ltschaschen wagen sich vier Mutige bei 16 Grad und kaltem Wind ins Wasser. Danach besuchen wir das Sewan-Kloster mit seinen zwei erhaltenen Kirchen und den Grundmauern früherer Klosterzellen. 
  
Durch einen langen Tunnel und über einen Pass gelangen wir nach Dilijan, wo wir spät zu Mittag essen. Auf der Weiterfahrt nach Jerewan halten wir an einem Rastplatz, an dem Obsidian an der Oberfläche zu finden ist. Am Abend erleben wir noch einmal die Hauptstadt: Auf dem Platz der Republik sorgen Musik, wechselnde Beleuchtung und Wasserfontänen für einen stimmungsvollen Abschluss des Tages. 
  
11. Tag: Südgipfel des Aragats (3.879 m) 
Der bergsteigerische Höhepunkt ist die Besteigung des Südgipfels des Aragats. Unser Bus bringt uns zum Kari-See auf 3.200 m. Von dort führt ein gleichmäßig ansteigender Weg durch die Grassteppe. Ab etwa 3.400 m treffen wir auf Schneefelder, bald liegt eine geschlossene Schneedecke. Je näher wir dem Sattel zwischen West- und Südgipfel kommen, desto dichter werden die Wolken und desto stärker der Wind. Unser Guide weist uns am Sattel auf die Gefahren der über die steilen Kraterwände hinausragenden Schneekante hin. 
In Wolken und starkem Wind erreichen wir den Südgipfel auf 3.879 m mit armenischer Fahne, Gipfelkreuz und windgeschütztem Unterstand. Wegen des Wetters bleiben wir nur kurz. Beim Abstieg wählen wir aufgrund der Schneelage eine direktere Route und sind rasch wieder im Tal. 
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Am Abend verabschieden wir uns von Guide und Fahrer bei einem kulinarischen Hochgenuss. 

12. Tag: Rückreise nach München 
Zurück fliegen von Jerewan nach Istanbul und nach einem Zwischenstopp weiter nach München 
Danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer – es war schön, diese eindrucksvolle Reise gemeinsam zu erleben. 
Robert Marchart