Klimawandel in den Alpen- Einfluss auf die Tourenplanung

12.08.2026 - Die seit Wochen heißen Temperaturen in den Alpen machen deutlich: Die Klimakrise verändert den Bergsport bereits heute. Warum klassische Erfahrungswerte nicht mehr ausreichen und welche Rolle eine moderne Tourenplanung für die Sicherheit am Berg spielt, erläutert der Deutsche Alpenverein (DAV).
  
Hitzetage am Berg über 30 Grad, tropische Nachttemperaturen von 20 Grad in den Tälern, eine Nullgradgrenze über 4000 Meter Höhe, schmelzende Gletscher und Eiswände und große Steinschlaggefahr im Hochgebirge prägen derzeit die Verhältnisse in vielen Teilen der Alpen. Was noch vor wenigen Jahren als Ausnahme galt, tritt heute immer häufiger auf: Routen verändern sich innerhalb kurzer Zeit, Zustiege werden anspruchsvoller, Übergänge sind unmöglich und die üblichen Zeitfenster für klassische Hochtouren verschieben sich.

Der Deutsche Alpenverein (DAV) nimmt die aktuell außergewöhnlichen Wetter- und Witterungsverhältnisse zum Anlass, auf die hohe Bedeutung einer sorgfältigen und zeitgemäßen Tourenplanung hinzuweisen.

Alte Erfahrungswerte verlieren an Bedeutung
Die Bedingungen im Gebirge verändern sich so schnell, dass frühere Erfahrungen und ältere Tourenbeschreibungen oft nur noch eingeschränkt gültig sind. Besonders im Hochgebirge über 2500 Meter Höhe schaffen Gletscherrückgang und tauender Permafrost neue Gefahren: Steinschlag nimmt zu, Geröllzonen werden instabiler und Zustiege verändern sich innerhalb weniger Jahre deutlich. Was gestern noch problemlos möglich war, kann heute deutlich anspruchsvoller oder gar nicht mehr sicher begehbar sein. Im schlimmsten Fall drohen Fels- und Bergstürze wie unlängst am Matterhorn und im Mont-Blanc-Gebiet.

 

Sommer 2026 - Folgen für den Bergsport

Von Steinschlag bis Wassermangel

Bereits bis Anfang August gab es mehrere Wochen, in denen die Null-Grad-Grenze über 4000 Meter lag. An manchen Tagen stieg sie fast auf 5000 Meter. Auch wenn oder gerade weil der Sommer noch nicht vorbei ist, werfen wir jetzt, Mitte August, einen Rückblick auf die bisherigen Auswirkungen in den Bergen, die auch für die weitere Tourenplanung bis Mitte September bedeutsam sein können.

Infos und Empfehlungen des DAV