© Monika Kornprobst

Schafreuter (Schafreiter), 2102 m

15.09.2026

Wegen schlechter Wetterprognosen haben wir die Mittwochstour auf den Dienstag vorverlegt. Wir starten im Rißtal kurz nach der Oswaldhütte. Der Einstieg ist schnell gefunden und wir können auf dem schmalen und teils steilen Pfad rasch an Höhe gewinnen. Nach 1,5 Stunden, bei der Moosenalm, queren wir die Forststraße und wandern über hügelige und teils steinige Wiesen am Fuß des Kälberecks zum Abzweig Schafreuter. Zunächst zieht sich der Weg durch eine Latschengasse nahe der Abbruchkante des Nordwestgrats entlang, die zwar oft feucht und rutschig, aber heute im Aufstieg gut zu meistern ist. Dann wandern wir über einen breiten Grasrücken, auf dem viel Weidevieh wie auch wir das herrliche Wetter genießt, zum Vorgipfel. Von hier geht es jetzt noch die letzten Meter über einen schmalen, schrofigen Wiesenkamm hinauf zum Gipfelkreuz! Der Ausblick von hier oben ist immer wieder beeindruckend. Für die verdiente Gipfelbrotzeit ist es nicht leicht, ein geeignetes Plätzchen zu finden, denn die vielen „Schaftoiterl“ machen dem Gipfelnamen alle Ehre. Doch wir genießen die herrliche Rundumsicht auf den Karwendel-Hauptkamm, Wörner, Soierngruppe, Wettersteingebirge, Walchensee mit Herzogstand und Heimgarten, Rofangebirge und sogar bis zum Großvenediger  Der Abstieg in südlicher Richtung erfolgt über steinigen Steig, eine seilgesicherte Steilstufe, dann über Schrofen im Zickzack hinunter zu einem Plateau mit originellen Steinmanderln, und von hier weiter über Schrofen und Platten zur schönen Tölzer Hütte. Sonne, blauer Himmel, Kuchen und Kaffee auf der Aussichtsterrasse -Wanderherz was willst du mehr -. Leider müssen wir auch wieder runter. Unterhalb der Hütte wandern wir in eine latschenbewachsene Senke und haben dann im Gegenanstieg nochmal 80 Hm zu einem Joch. Auf breitem Rücken über Wiesenpfade auf der Westseite des Schafreuter gelangen wir schließlich wieder an den Fuß des Kälberecks zu unserem Aufstiegsweg und weiter zum ins Tal führenden Forstweg. Für den finalen Abstieg zurück zum Parkplatz nehmen wir jetzt halt doch diesen langen und die Füße strapazierenden „Talhatscher“ in Kauf. 
Eine wunderschöne, abwechslungsreiche und aussichtsreiche Tour ist zu Ende. 
Dem freistehenden Aussichtsberg zwischen Bayern und Tirol steigen wir sicher nochmals aufs Haupt.

Monika Kornprobst