© Manfred Stegmiller

Hohe Kisten

02.09.2026

In Eschenlohe die Schellenbergstrasse hoch bis zum Ende, dann noch ein paar Meter, und schon waren wir zu viert am Kuhalm-Parkplatz, dem Ausgangspunkt unserer Tour. Da klingelt das Handy, es ist Christel, die auch unterwegs ist und eigentlich allein auf Frieder und Friederspitz gehen wollte, aber plötzlich Lust verspürte mit uns zu gehen. Wir warten, nach ein paar Minuten ist sie da und nun zu fünft ziehen wir los. Nach einer kurzen Strecke auf der Forststrasse biegen wir nach rechts auf den „nur für Geübte“ Hahnbichlsteig ab. Wir „allesamt Geübten“ steigen nun im Bergwald über viel Wurzelwerk und hohe Stufen steil nach oben. Nach knapp zwei Stunden Gehzeit lichtet sich der Bergwald, der Steig ist nun steiniger und felsiger und führt uns unterhalb des Zwölferköpfl mit zum Teil seilversicherten Wegstellen hinauf zum malerisch gelegenen Pustertal-Jagdhaus (Pustertalalm). Etwa die Hälfte des Aufstiegs liegt nun hinter uns! Anfangs durch Latschengelände, später dann im Felsgelände und über viel Schotter steigen wir ab der Alm durch das Pustertalkar hinauf zum „Gatterl“ bis zu einer weiteren Wegteilung. Links geht’s nach Wallgau, rechts geht’s zur Weilheimer Hütte, zum Krottenkopf und zur Hohe Kisten. Mit Blick auf den Krottenkopf wandern wir weitgehend eben bis zu einem Schild, welches auf den nach rechts abzweigenden Gipfelsteig auf die Hohe Kisten hinweist. Noch einmal ein paar Minuten über hohe Felsstufen steigen, dann war es geschafft, wir stehen am Gipfel. Heute ist der Himmel überwiegend bedeckt und dadurch ist die Fernsicht eher mäßig. Nur die in unmittelbarer Nähe gelegenen Berge wie Benediktenwand, Heimgarten, Herzogstand, Simetsberg und Krottenkopf sind klar zu sehen. Aber es gibt auch immer wieder mal Sonnenlöcher zwischen den Wolken! Eines davon gönnt uns eine ausgiebige und entspannte Gipfelrast in der warmen Herbstsonne. Im Abstieg, der zur Überraschung noch von „Sofies Apfelbrotpause“ unterbrochen wird, gehen wir auf dem Aufstiegsweg bis zum Punkt „nur für Geübte“, biegen hier aber dann nach rechts ab hinunter zur Forststrasse und hatschen auf dieser einiges an Kilometern zurück zum Parkplatz. Bei idealem Wanderwetter sind wir gut acht Stunden unterwegs gewesen und haben dabei knapp 1300Hm bewältigt.  

Manfred Stegmiller