© Manfred Stegmiller

Großer Aufacker

12.03.2026

Mit durch Erkältungsviren und Pollenallergie von neun auf sechs Personen geschrumpfter Gruppe fahren wir im Regen und Nebelgrau mit Hoffnung auf besseres Wetter zum Parkplatz der Laber-Bergbahn. Außer uns ist niemand da, aber es hat wenigstens aufgehört zu regnen! Unser erstes Wegstück verläuft auf dem beliebten „Altherrenweg“ bis zur markierten Abzweigung zum „Großer Aufacker“. Auf teils steilen Serpentinen steigen wir über Almwiesen und durch den Bergwald in Richtung Gschwandkopf und weiter zu unserem Gipfelziel. Es regnet nicht, aber vom nächtlichen Regen und weiter oben auch Schneefall tropft es von den Bäumen derart, als würden wir trotzdem im Regen gehen. Über ein paar Altschneefelder erreichen wir dann nach gut zwei Stunden den Gipfel, der heute kaum Aussicht bietet und so ungemütlich ist, dass wir nur im Stehen unsere Gipfelbrotzeit verzehren. Die Sonne will nicht so wie wir wollen, und somit wollen wir auch nicht mehr, wir steigen wieder ab! Am Rehbreingraben entlang, teils bis über die Knie im Altschnee versinkend, wandern wir hinunter zum nur am Wochenende geöffneten Berggasthof Romanshöhe. Von dort wollen wir über den Altherrenweg zurück zum Ausgangspunkt. Doch dann nach wenigen Metern der Hinweis, dass dieser Weg wegen Forstarbeiten gesperrt und die Benutzung verboten ist. Wo ist die Alternative? Ein Blick in die Karte zeigt, dass uns nur ein langer Hatscher durch halb Oberammergau übrig bleibt, über den wir dann auch wieder zu unserem Bus zurückkommen. 
Trotz des ungemütlichen Wetters hat es uns Spaß gemacht, wir sind zufrieden, und statt Sonne gab es immerhin noch Kaffee und Kuchen im Café Aurhammer in Unterammergau! 

Manfred Stegmiller