© Manfred Stegmiller

Große Klammspitze

23.09.2026

Die Klammspitze, der heutige Ersatz für das eigentlich geplante Galtjoch bei Berwang, welches uns aber aufgrund von Straßensperrungen, Baustellen und weitläufigen Umleitungen hinsichtlich der Anfahrt zu zeitaufwendig erschien. Ein sonniger Spätsommertag erwartet uns, und deshalb ist am Wanderparklatz bei Linderhof auch schon einiges los. Wir folgen dem breiten Forstweg, das hier sonst übliche erste Foto am Wasserfall vom Dreisäuler Bach entfällt heute, der Bach und die Furt ist ausgetrocknet, den Wasserfall gibt es nicht mehr! Im schattigen Bergwald schlängelt sich der Weg in vielen Serpentinen mit angenehmer Steigung hinauf bis zu den Brunnenkopfhäusern, die wir nach ca. 1,5 Stunden erreichen. Mittlerweile auf einem Bergpfad queren wir nach der Hütte die Flanke des Brunnenkopfs, auf der zwei wenig menschenscheue Gämsen ihr zweites Frühstück genießen. Hier sehen wir auch erstmals den schroffen und mächtigen Gipfelaufbau der beiden Klammspitzen. Weiter geht’s, wir steigen erst gut 50 Hm hinab ins Wintertal, und steigen dann steil, zum Teil seilversichert im alpinen Felsgelände hinauf zur linken Schulter der Großen Klammspitze. Hier beginnt der schrofige und durchaus auch herausfordernde Südgrat, der hinauf zum Gipfel führt. Ab jetzt ist an einigen Stellen zum Teil echte Handarbeit gefragt! Wir verstauen deshalb die Wanderstöcke an den Rucksäcken und erreichen, zum Teil im Allradmodus, in leichter Kletterei um 12:00 Uhr Mittag den Gipfel. Wir sind nicht allein hier oben, aber ein kleines Plateau rund ums Kreuz bietet uns allen ausreichend Platz zum Sitzen und zum Genießen von Brotzeit und Aussicht. Unerwartet treffen wir hier oben auf „Bergbaschti“ Remmler, den Wirt von der Rohrkopfhütte, der heute mal schauen will, was seine Mitbewerber vom Brunnenkopf und der Kenzenhütte so treiben! Es ist leider unvermeidbar, wer aufsteigt muss irgendwann mal auch wieder absteigen! Über den Aufstiegsweg erreichen wir wieder die Brunnenkopfhütte, an der wir zu Kaffee und Kuchen einkehren. Auch hier herrscht wie zu Beginn am Bach Wassermangel, und es gibt deshalb nur eine abgespeckte Speisenauswahl. Wir kommen mit der Auswahl zurecht, und Wasser wollten wir eh nicht trinken! Für den weiteren Abstieg biegen wir an der Brunnenkopfdiensthütte dann rechts auf einen schmalen Steig ab und erreichen über diesen wieder den Parkplatz. Es war eine schöne, zum Teil auch spannende und herausfordernde Tour, und das ausgefallene Galtjoch wurde nicht vermisst!

Manfred Stegmiller