© Lina Brückner
© Ralf Pflaum
© Lina Brückner

Bike- und Klettercamp im Altmühltal

21 Kinder von neun bis 14, fünf Betreuer, zwölf Fahrräder, zehn Zelte, drei Autos - so "belagerten" wir für drei Tage Anfang der Sommerferien den Campingplatz in Pappenheim. Die Idee: endlich mal eine gemeinsame Ausfahrt mit Bikern und Kletterern veranstalten, um die unterschiedlichen Gruppen zusammenzubringen.  
Der Standort bot den Bikern mit den Heumöderntrails einen kleinen feinen Bikepark in Radlnähe und drei Tage Spaß und Adrenalin auf den Trails. Nur dass es beim Rückweg nochmal bergauf ging, kam nicht so gut an. So zog Laurence zwischenzeitlich sogar in Erwägung, ein spontanes Biwak mit der Gruppe einzulegen.  
Doch es sollte noch ein weiteres Novum werden: nachdem die ausfahrterprobte Jugendgruppe langsam ihre eigenen Wege und auf Jugendleiterausbildung geht, wächst - gespeist aus verschiedensten Klettergruppen – eine neue Generation an klettermotivierten Kindern heran. Umso erfreulicher, dass das Interesse so groß war und nach langer Warteliste auch alle mitkonnten. Am ersten Tag ging es in den Steinbruch Mösern, der trotz etwas moosigen Routen und ungewöhnlicher Kletterei an Querrissen ein gutes Übungsgelände für die ersten Felserfahrungen bot. Die anderen zwei Tage fuhren wir dann nach Aicha, wo im "Kessel" und am "Märchenturm" alle viel zum Klettern kamen und auch ihre ersten Routen am Fels vorstiegen. Zwischendrin sorgten ein bisschen Fußtechniktraining oder die ein oder andere Spaßeinheit für Abwechslung. Als Highlight durften an der "Fensterlwand" alle eigenhändig aus dem namensgebendem Fensterl abseilen. Schon aufregend, sich mit 25 Metern Luft unter den Füßen aus der Höhle rauszulehnen und die Abseilfahrt zu beginnen! 
Für beide Gruppen sorgten am Ende des Tages verschiedene Eisstationen sowie wilde Saltos oder sonstige Sprünge in die Altmühl für eine willkommene Abkühlung. Und den Abschluss bildete ein ausgiebiges Lagerfeuer mit Stockbrot und Marshmallows am letzten Abend. Aber in der großen Gruppe ist es natürlich auch eine Herausforderung, stets den Überblick zu behalten und alles wieder aufzuräumen. Und 3,5 kg Halloumi, 5 l Kakao oder 1,5 kg Sojahack wollen auch erstmal gekocht werden. So waren sich Betreuer und Kinder am Ende einig: müde aber glücklich. Und wer weiß, vielleicht lest ihr nächstes Jahr die Fortsetzung.