Man stelle sich bei der Tourenplanung Folgendes vor: Tegernseer Hütte, sonniger Aufstieg, menschenleer und oben auf der Hütte (noch geschlossen) gibt es ein kühles, kleines Bier (selbst hochgetragen selbstverständlich). Ja so kanns laufen, wenn die Planung weit im Voraus erfolgt. Die Realität sah etwas anders aus: Ende März/Anfang April jede Menge Neuschnee, Regen und Stammstreckensperrung. Also wurde maximal umgeplant: Ein neues Ziel, andere Ausrüstung, die gleiche Teilnehmerin.
Per Anreise mit den Öffis (S-Bahn, Zug, saunaverdächtig-warmer Bus) bis zum Spitzingsee. Dort eine kleine feine Spazier-Wanderung auf die untere Firstalm. Oben auf der Alm wurden wir als erste Gäste enthusiastisch begrüßt ("Ja wer geht denn bei dem Wetter hier hoch?"). Mit Schneeschuhen ging's dann weiter auf die obere Firstalm. Oben angekommen wurden die Schneeschuhe abgeschnallt und der selbst hochgetragene Zipfelbob genutzt. Auf fast weißer Schlittenbahn (im April darf man die geschlossene Schneedecke nicht unbedingt erwarten) ging's gut gelaunt zum Spitzingsattel. Von dort aus wieder retour im Sauna-Bus, Zug und S-Bahn.
Fazit: Grandiose Winterwanderung - mit dem Anspruch all das Equipment, das wir dabeihatten, auch zu nutzen. Na gut - bis auf die Sonnenbrille.
Eva Herzmann