© Daniela Gerlich

Skitourenkurs Großarltal 14.-18.01.2026

14.01.2026

Mittwoch: 
Mit dem DAV-Bus ging es für den Großteil der Gruppe direkt nach Grossarl, Ortsteil Hüttschlag. Nach Begrüßung vier weiterer Teilnehmer/innen bezogen wir unsere Ferienwohnungen und DZ. 
Vor dem gemeinsamen Abendessen fand eine Vorstellungsrunde statt, in der wir auch aufgefordert wurden, unsere Vorstellungen und Wünsche bezüglich der gemeinsamen 4 Tage zu äußern, die schriftlich festgehalten wurden.  
Nach dem Abendessen trafen wir uns erneut in der Runde, wobei jede/r gefragt wurde, welche Ausrüstung für Skitouren nötig sei. 
Unbedingtes Muss: LVS Gerät, Sonde, Schaufel 
Gruppenausrüstung: Erste Hilfe Set, Biwaksack, Rettungsdecke, Harscheisen 
Persönliches: Wechselkleidung, Thermoskanne, Müsliriegel 
Mit Vorfreude auf den nächsten Tag beschlossen wir den Abend.  

Marion Spansel 
  
Donnerstag:  
Am Donnerstag stand der Loosbühel als Eingewöhnungstour auf dem Programm. Beim Start im Tal lag nur wenig Schnee, weshalb wir zunächst dem Rodelweg folgten und erst später ins freie Gelände wechselten. Auf Höhe der Loosbühelalm testeten wir die Reichweite verschiedener LVS-Geräte – ein Versuch, der die teils deutlichen Unterschiede zwischen den Modellen eindrucksvoll sichtbar machte. Im Anschluss daran übten wir in zwei Gruppen die Verschüttetensuche. Die letzten Meter zum Gipfel konnten wir bei strahlendem Sonnenschein besonders genießen. Nach einer kurzen Rast mit traumhaftem Panorama folgte die Abfahrt bei überraschend gutem Schnee; lediglich die letzten Meter führten erneut über den Rodelweg zurück ins Tal

Susanne Kurz 
 
Freitag,  
Am Morgen starteten wir mit einer theoretischen Einheit, in der die Tourenplanung in zwei Gruppen durchgeführt wurde. Dabei arbeiteten wir mit Karte, Skitouren Guru, Tourenbeschreibungen sowie der Snow Card und besprachen relevante Entscheidungsgrundlagen für sichere Skitouren. 
Im Anschluss folgte die praktische Umsetzung mit einer Skitour auf das Flizmooshörndl (2189 m). Dabei wurden insgesamt 883 Höhenmeter auf einer Strecke von 11,6 Kilometern zurückgelegt. Während der Tour absolvierten wir im Gelände eine Übung zur Kameradenrettung mit dem Szenario einer doppelten Verschüttung. Die Wetterverhältnisse waren optimal. Der Schnee war im oberen Teil sehr griffig und ging im unteren Teil in Sulzschnee über. 
Am Abend fand eine weitere Theorieeinheit statt. Der Schwerpunkt lag auf der Schneekunde sowie den verschiedenen Lawinenarten, darunter Lockerschneelawinen, Schneebrett- bzw. Nassschneelawinen und Grund- bzw. Gleitschneelawinen. Abschließend wurde gemeinsam die Tourenplanung für den Folgetag erarbeitet. Der zweite Kurstag bot eine gelungene Kombination aus fundierter Theorie und praxisnahen Übungen im alpinen Gelände. 

Dominik Dersch