Mittwoch:
Mit dem DAV-Bus ging es für den Großteil der Gruppe direkt nach Grossarl, Ortsteil Hüttschlag. Nach Begrüßung vier weiterer Teilnehmer/innen bezogen wir unsere Ferienwohnungen und DZ.
Vor dem gemeinsamen Abendessen fand eine Vorstellungsrunde statt, in der wir auch aufgefordert wurden, unsere Vorstellungen und Wünsche bezüglich der gemeinsamen 4 Tage zu äußern, die schriftlich festgehalten wurden.
Nach dem Abendessen trafen wir uns erneut in der Runde, wobei jede/r gefragt wurde, welche Ausrüstung für Skitouren nötig sei.
Unbedingtes Muss: LVS Gerät, Sonde, Schaufel
Gruppenausrüstung: Erste Hilfe Set, Biwaksack, Rettungsdecke, Harscheisen
Persönliches: Wechselkleidung, Thermoskanne, Müsliriegel
Mit Vorfreude auf den nächsten Tag beschlossen wir den Abend.
Marion Spansel
Donnerstag:
Am Donnerstag stand der Loosbühel als Eingewöhnungstour auf dem Programm. Beim Start im Tal lag nur wenig Schnee, weshalb wir zunächst dem Rodelweg folgten und erst später ins freie Gelände wechselten. Auf Höhe der Loosbühelalm testeten wir die Reichweite verschiedener LVS-Geräte – ein Versuch, der die teils deutlichen Unterschiede zwischen den Modellen eindrucksvoll sichtbar machte. Im Anschluss daran übten wir in zwei Gruppen die Verschüttetensuche. Die letzten Meter zum Gipfel konnten wir bei strahlendem Sonnenschein besonders genießen. Nach einer kurzen Rast mit traumhaftem Panorama folgte die Abfahrt bei überraschend gutem Schnee; lediglich die letzten Meter führten erneut über den Rodelweg zurück ins Tal
Susanne Kurz
Freitag,
Am Morgen starteten wir mit einer theoretischen Einheit, in der die Tourenplanung in zwei Gruppen durchgeführt wurde. Dabei arbeiteten wir mit Karte, Skitouren Guru, Tourenbeschreibungen sowie der Snow Card und besprachen relevante Entscheidungsgrundlagen für sichere Skitouren.
Im Anschluss folgte die praktische Umsetzung mit einer Skitour auf das Flizmooshörndl (2189 m). Dabei wurden insgesamt 883 Höhenmeter auf einer Strecke von 11,6 Kilometern zurückgelegt. Während der Tour absolvierten wir im Gelände eine Übung zur Kameradenrettung mit dem Szenario einer doppelten Verschüttung. Die Wetterverhältnisse waren optimal. Der Schnee war im oberen Teil sehr griffig und ging im unteren Teil in Sulzschnee über.
Am Abend fand eine weitere Theorieeinheit statt. Der Schwerpunkt lag auf der Schneekunde sowie den verschiedenen Lawinenarten, darunter Lockerschneelawinen, Schneebrett- bzw. Nassschneelawinen und Grund- bzw. Gleitschneelawinen. Abschließend wurde gemeinsam die Tourenplanung für den Folgetag erarbeitet. Der zweite Kurstag bot eine gelungene Kombination aus fundierter Theorie und praxisnahen Übungen im alpinen Gelände.
Dominik Dersch
Samstag:
Heute war die Aufgabe gestellt, eine Skitour eigenständig zu planen.
Schnell stellten sich 2 mögliche Ziele heraus: der Finsterkopf und das Throneck.
Nachdem wir den Lawinenlagebericht ausführlich studiert hatten und die Touren auf der Karte verglichen und auch den Skitourenguru zu Rate gezogen hatten, entschieden wir uns für die Tour auf den Finsterkopf.
Wir starteten in 2 Gruppen direkt von unserer Unterkunft mit den Skiern. Gleich am Anfang teilten sich die Wege, die einen stiegen über den Fahrweg auf, die anderen nahmen eine Abkürzung über die Wiesen hinter dem Haus. Aber schon nach kurzer Zeit war der Weg wieder derselbe.
An der Habachalm machten wir eine kurze Pause und die Gruppen haben sich dort getroffen. Auf einmal rumpelte es und wir konnten eindrucksvoll beobachten, wie eine Lawine vom Frauenkogel ins Tal rauschte. Zum Glück waren keine Personen betroffen. Mit geschärften Sinnen stiegen wir weiter auf zur Tofernalm.
Auf dem Forstweg dort hatten wir einige Setzungsgeräusche und so stellte sich an der Tofernalm die Frage, ob wir die Tour fortsetzen können.
Unser Weiterweg hätte durch ein steiles Stück geführt und daher entschieden wir uns, die Tour hier zu beenden.
Bei Sonnenschein und gutem Schnee ging es zurück zur Unterkunft und zur Nachbesprechung der Tour.
Sonntag:
Zahlreiche Lawinenunfälle im Tal zeigten uns die kritische Lage und daher beschlossen wir, den Tag nicht auf Skitour zu gehen und mit einer Lawinenübung zu beenden.
Zum Kursausklang kehrten wir im Café ein und verabschiedeten uns bei Kaffee und Kuchen von diesem schönen Tal.
Chrissi und ich möchten uns bei allen Teilnehmern bedanken für die schönen Tage Eure Bereitschaft, Euch mit dem Thema Lawinen und Rettung zu beschäftigen. Mit Euch würden wir jederzeit wieder auf Skitour gehen!
Dani und Chrissi