© Manfred Stegmiller

Kofel

Anspruchsvoller Gipfelklassiker

27.05.2026

Ist die aktuell vorherrschende Hitzewelle wirklich vorbei? „Bergfex-Wetter“ sagt für heute in Oberammergau nur noch plus 16 Grad an! Nach genauerem Hinsehen aber allerdings erst ab 3600 m, und so hoch ist der Kofel ja nun doch nicht. Somit starten wir bei doch wieder „warmen“ Bedingungen und kurzbehost am Parkplatz beim Friedhof, gehen durch diesen hindurch und dann weiter über eine Wiese hinauf zum am Waldrand gelegenen Fuße des Kofel. Im angenehm schattigen Bergwald wandern wir in vielen Serpentinen auf einem mäßig ansteigenden Pfad die erste und leichte Etappe hinauf bis zum Kofelsattel. Der Beschilderung folgend halten wir uns rechts, und stehen nach einer kurzen Querung am Einstieg zum felsigen und seilversicherten Gipfelsteig. An den Seilen entlang und über teils von vielen Bergstiefeln abgerundete Felsstufen leitet uns der Steig hinauf zum Gipfel, an dem wir nach knapp 2 Stunden ankommen. Natürlich sind wir nicht die Einzigen hier oben! Aber trotz der Pfingstferien bleibt ist es überschaubar, weil sich doch nicht allzu viele andere Bergbegeisterte den Kofel zum Ziel gewählt haben. Wir genießen das herrliche Wetter und die Aussicht, aber noch während unserer Gipfelbrotzeit bewölkt sich der Himmel und aus der Ferne können wir vereinzelt ein dumpfes Grollen vernehmen. Am späteren Nachmittag könnten Gewitter aufziehen, das wissen wir! Vorsichtshalber steigen wir deshalb früher als geplant ab zurück zum Kofelsattel und von dort auf dem Königssteig hinüber zum Kolbensattel. Bei ersten, aus einer dunklen Wolke fallenden Tropfen erreichen wir gerade noch rechtzeitig die Hütte. Noch mal Glück gehabt, wir bleiben trocken! Auf drei Tische verteilt warten wir bei verbesserungswürdigem Service das Ende des Schauers ab, und wandern dann an Kolbenhütte vorbei zurück ins Tal und dort über den Grottenweg zurück zum Ausgangspunkt. 
Zufrieden mit dem Tag und einigen glücklichen Erstbesteigenden fahren wir zurück nach Hause! 
Manfred Stegmiller