© Uwe Wütherich

Schneeschuhwandern im Bayerischen Wald

Ein Wochenende rund um den Arber

23.01.2026

23.01.-25.01.2026

Die Anreise erfolgte am Vortag mit Abfahrt in Weßling. Im vollbesetzten DAV-Bus ging es über kurvige Straßen ins Herz des Lamer Winkels. Nach einem abendlichen Spaziergang über vereiste Wege kehrte die Gruppe zum Abendessen im Gasthof Rösslwirt ein, wo es großartigen Braten und andere bayerische Spezialitäten gab. Die Übernachtung erfolgte in der Unterkunft BayVista, die auch eine Sauna bot. 
 
Am nächsten Morgen startete die Gruppe um 9:00 Uhr zum Wanderparkplatz. Etwa 15 Minuten später begann die Tour. Zunächst führte der Weg rund 1,2 Stunden über einen Forstweg, was anstrengender war als erwartet. Weil bald die Sonne hervorkam, wurden in einer ersten Pause Sonnenbrillen und Gamaschen angelegt. Nach einer kurzen Querung ging es auf den historischen Grenzpfad zwischen Deutschland und Tschechien. 
 
Die Schneeverhältnisse waren sehr gut: knisternder, gefrorener Schnee, grüne Nadelwälder und durchgehend stabile, nicht matschige Wege. An der markierten Staatsgrenze wurde eine kurze Fotopause eingelegt. Der weitere Anstieg zur Hütte verlief entlang gut sichtbarer Grenzmarkierungen. 
 
Über ein letztes steileres Teilstück erreichte die Gruppe die Hütte am Großen Osser, wo eine Einkehr zur Stärkung erfolgte. Die Suppe mit den eingelegten Fleischbrät-Bällchen war keine Delikatesse, in dieser Situation aber trotzdem eine willkommene Stärkung. Anschließend führte der Abstieg über den Kleinen Osser. Mit Grödeln konnten die vereisten Wander- und Forstwege sicher begangen werden. Entlang des Weges boten sich eindrucksvolle Eis- und Kristallbildungen am Wegesrand. 
 
Nach Rückkehr zur Unterkunft wurde die Sauna zur Erholung genutzt. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Abendessen in einer gemütlichen Gastwirtschaft. Danach ging die Gruppe erschöpft, aber zufrieden, zur Nachtruhe. 
 
Mit neuer Energie ging es dann am zweiten Tag vom Wanderparkplatz Reissbrücke aus in Richtung Kleiner Arbersee weiter. Aufgrund der kalten Temperaturen war der Weg durchweg sehr vereist und die Grödel leisteten wieder gute Dienste. Dafür konnte aber auch der Kleine Arbersee auf dem Eis laufend überquert werden, wobei das Tagesziel, der kleine Arber, schon in Sicht kam. 
  
Über verschneite Feldwege und dann in einem steilen Aufschwung durchs waldige Gelände erreichten wir die Chamer Hütte, die wir zunächst hinter uns ließen, um weiter zum Gipfel aufzusteigen. Dort konnten wir den fantastischen Blick in die Weiten des Bayerischen Waldes genießen, wo wir auch unseren gestrigen Gipfel wiedersahen.  
  
Vor der Einkehr in der Chamer Hütte beobachteten  wir noch einzelne Teilnehmer der deutschen Langlaufmeisterschaft, um uns dann ganz den hervorragenden Kaspressknödel-Variationen und gigantischen Bienenstichstücken zu widmen. Der Abstieg führte uns über verschneite Steige im Wald zurück zum Parkplatz.  
  
Obwohl auch dieser Tag eher durch die Verwendung von Grödeln statt Schneeschuhen geprägt war, haben wir die stillen Wege und schönen Waldlandschaften sehr genossen. Ein rundum gelungenes Wochenende – vielen Dank an Uwe und Robert! 
 
Johanna Krause, Jakob Buchner,  Beate und Reinhard Eckl